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19. August. 2016

Kann man gezielt am Bauch abnehmen?

Immer wieder schreit es einem von Fitnessmagazinen und einschlägigen Blogs entgegen: “5 Tricks, um dein Bauchfett wegzukriegen”, “Diese Übungen zaubern dir einen flachen Bauch” “Endlich straffe Arme über Nacht” – und dergleichen.

Diese Versprechen sind verlockend und so kann wohl fast jeder seine eigene Geschichte davon erzählen, wie er/sie schon einmal versucht hat, mit einfachen Tricks möglichst schnell dem Winkfleisch an den Armen oder dem wachsenden Bäuchlein den Marsch zu blasen. Da werden Sit-ups gemacht, Elektorstimulatoren angesetzt und Crash-Diäten ausprobiert. Aber der Erfolg will sich einfach nicht so recht einstellen. Das frustriert und verleitet zum frühzeitigen Aufgeben. Schade!

Kann man also gar nicht punktuell abnehmen?

Die Antwort ist: leider nein. Manche (trainierte) Menschen haben einen sehr geringen Fettanteil, muskulöse Arme und Beine – doch keine Spur eines Sixpacks. Bei anderen ist es umgekehrt. Jeder hat seine Stelle, wo das Fett einfach hartnäckig sitzen bleibt. Das kann gesundheitliche Gründe haben – Ein gewisser Fettanteil ist wichtig für einen funktionierenden Hormonhaushalt. Der andere Grund dafür liegt – wie so oft – in unseren Genen. Die bestimmen, wo unser Körper Fettmasse aufbaut, wo er diese ansetzt und letztlich auch, wo er diese zuerst wieder loswird. Um am Bauch abzunehmen, muss man am ganzen Körper Fett verlieren. Und wenn man “Pech” hat, nimmt man zuerst an allen anderen Orten ab, bevor der Bauch an die Reihe kommt. Es gibt also keine schnellen Tricks oder Abkürzungen, um nur eine bestimmte Region des Körpers zu bearbeiten.

“Abs are made in the gym but revealed in the kitchen”

Dieser Spruch, welcher in der Fitnesscommunity immer wieder proklamiert wird, fasst dies eigentlich ganz gut zusammen. Sport ist natürlich ein wichtiger Bestandteil, wenn man schlanker und fitter werden möchte. Doch Sport alleine reicht im Normalfall nicht, um Fett abzubauen. Schon gar nicht mit isolierten Übungen, welche nur eine bestimmte Region des Körpers anpeilen. Mit Krafttraining baut man zwar die notwendige Muskulatur auf, aber nur kombiniert mit einer ausgewogenen und individuell auf die Person zugeschnittenen Ernährung verliert man das Fettpolster wirklich. Dabei geht es nicht um Hungern oder Diäten – im Gegenteil! Nur, wer seinem Körper genügend, passende und leckere (!) Nahrung zuführt, hat ausreichend Energie, um mit Freude Sport zu treiben und aktiv zu sein. Ganz nach dem Credo: Yes, we eat healthy. No, we are not on a diet!

Es führt also kein Weg an einer kompletten Umstellung seiner Lebensweise vorbei. Dies braucht zwar viel Durchhaltewillen und Geduld, wird aber doppelt belohnt: mit Gesundheit und einem knackigen Körper. Und denkt daran: Auch Zwischenerfolge wollen gefeiert werden!

Cheers,

Arbela